Coronaa – Regelungen NRW

Aktuell gibt es einige Einschränkungen bei Beerdigungen:

Das Land NRW hat eine Corona-Schutzverordnung (CoronaSchVO) für NRW veröffentlicht. Daraus folgen diese Vorgaben (Quelle: Bestatterverband Nordrhein-Westfalen e.V.):

Bestattungen einschließlich der vorangehenden Trauerfeier bleiben grundsätzlich erlaubt, § 18 Abs 2 Nr. 5 CoronaSchVO.

Eine Höchstzahl für Teilnehmer an einer Trauerfeier unter freiem Himmel sieht die CoronaSchVO nicht vor, in geschlossenen Räumen gilt weiterhin die maximale Personenzahl von einer Person pro 10 Quadratmeter Hallenfläche, unabhängig ob geimpft, genesen oder nicht.

Bei jeder Beerdigung ist der Mindestabstand von 1,50m zwischen Einzelpersonen / Hausständen einzuhalten (Ausnahme weiter für nahe Angehörige untereinander bei Beerdigungen, § 4 Abs. 3 Nr. 12 CoronaSchVO).

In Trauerhallen muss immer eine medizinische Maske getragen werden (§ 5 Abs. 3 Nr. 6 CoronaSchVO), bei Beerdigungen unter freiem Himmel und erst ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen, muss eine Alltagsmaske getragen werden (§ 5 Abs. 4 Nr. 4 CoronaSchVO).
Medizinische Masken sind OP-Masken sowie nach FFP2/KN95/N95-zertifizierte Masken.

Der Trauerredner/Pfarrer darf die Maske abnehmen (§ 5 Abs. 7 Nr. 4 CoronaSchVO). 

Eine Anwesenheitsliste muss in geschlossenen Räumen grundsätzlich geführt werden (§ 8 Abs. 3 Nr. 9 CoronaSchVO). Unter freiem Himmel muss eine Anwesenheitsliste nur bei nahen Angehörigen geführt werden, die den Mindestabstand untereinander unterschreiten (§ 8 Abs. 3 Nr. 10 CoronaSchVO).

Trauerkaffees können unter bestimmten Voraussetzungen wieder angeboten werden:
Die CoronaSchVO NRW unterscheidet nun zwischen drei Inzidenzstufen, in deren Rahmen Trauerkaffees unterschiedlichen Voraussetzungen unterliegen:

  • Inzidenzstufe 1: Stabile 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35Trauerkaffees sind mit bis zu 250 Gästen im Freien auch ohne Negativtestnachweis aber mit sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (Kontaktdatenerfassung) möglich. Die Regelungen zum Mindestabstand sind einzuhalten. An festen Sitzplätzen dürfen die Mindestabstände unterschritten werden, wenn die besondere Rückverfolgbarkeit (Sitzplan) sichergestellt ist. Trauerkaffees in Innenräumen sind mit Negativtestnachweis und mit sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit mit bis zu 100 Gästen zulässig.
  • Inzidenzstufe 2: Stabile 7-Tage-Inzidenz von über 35, aber höchstens 50Trauerkaffees sind mit bis zu 100 Gästen im Freien und bis zu 50 Gästen in Innenräumen sowie mit Negativtestnachweis und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (Kontaktdatenerfassung) möglich. Die Regelungen zum Mindestabstand sind einzuhalten. An festen Sitzplätzen dürfen die Mindestabstände unterschritten werden, wenn die besondere Rückverfolgbarkeit (Sitzplan) sichergestellt ist.
  • Inzidenzstufe 3: Stabile 7-Tage-Inzidenz von über 50, aber höchstens 100 Trauerkaffees sind nicht zulässig.

Es ist dabei immer die Inzidenzstufe der Stadt / des Landkreises maßgeblich, wo der Trauerkaffee stattfinden soll. “Stabile Inzidenz” bedeutet hierbei, dass, wenn an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen (alle Tage außer Sonn- und Feiertagen) die 7-Tage-Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt in der jeweiligen Inzidenzstufe liegt, am übernächsten (also am 7.) Tag die Regeln für diese Inzidenzstufe gelten.

Steigt die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über den Grenzwert, gelten ab dem übernächsten (also dem 5.) Tag wieder die strengeren Regeln der nächsthöheren Inzidenzstufe!

Die zuständigen Behörden bleiben befugt, im Einzelfall auch über die Regelungen der VO hinausgehende Schutzmaßnahmen anzuordnen, § 21 CoronaSchVO. „Zuständige Behörden“ sind die Ordnungsämter, mit Amtshilfe von Gesundheitsamt und Polizei, § 22 CoronaSchVO.

Link zur aktuellen CoronaSchVO: 

Corona-Schutzverordnung ab 28. Mai